Maria Theresien Luster
Der Maria-Theresien-Luster ist die bekannteste Kristallluster-Form des Wiener Raums: verspiegelte Armaufsätze, geschliffener Behang, eine Silhouette aus dem 18. Jahrhundert. 32 Serien — von der einflammigen Ausführung über die Hängeleuchte am Esstisch bis zum Saalluster mit 600 Flammen.

Der Maria-Theresien-Luster ist die bekannteste Kristalllusterform des Wiener Raums. Ob Maria Theresia Luster, Maria-Theresien-Luster oder Maria Theresien Kronleuchter geschrieben — gemeint ist immer dieselbe Bauform: verspiegelte Armaufsätze, geschliffener Behang und eine Silhouette, die auf das 18. Jahrhundert zurückgeht.
Was einen Kristall-Kronleuchter zum Maria-Theresien-Luster macht
Kennzeichnend sind die mit Spiegelglas belegten Metallteile. Arme, Stange und Tassen verschwinden hinter geschliffenen Glasplatten, sodass die Leuchte fast vollständig aus Kristallglas zu bestehen scheint. Ketten aus Achteck- und Perlenschliff verbinden die Ebenen, Tropfen und Kugeln bilden den Behang. Andere Kristall-Kronleuchter zeigen ihr Metall; dieser verbirgt es. Daraus entsteht die dichte Lichtbrechung, für die die Bauform bekannt ist.
Gold, Silber, Nickel — die Oberfläche entscheidet mit
Dieselbe Form wirkt je nach Fassung völlig verschieden. Ein Kristall-Kronleuchter in Gold trägt warm und historisch, dieselbe Geometrie in Silber oder Nickel wirkt kühler und näher an der Gegenwart, Bronze und antike Oberflächen nehmen den Glanz zurück. Wählbar sind außerdem Geometrie und Schliff der Glaselemente sowie die Kristallfarbe — Clear, Gold oder Topaz.
Als Hängeleuchte über dem Esstisch
Der häufigste Platz für einen Maria-Theresien-Luster ist nicht der Festsaal, sondern der Esstisch. Als Hängeleuchte über dem Tisch übernimmt er zwei Aufgaben zugleich: Er gibt das Licht, an dem gegessen wird, und er setzt den Punkt, um den der Raum organisiert ist.
Für die Planung zählen drei Maße. Der Durchmesser liegt bei etwa der Hälfte bis zwei Dritteln der Tischbreite — bei einem Tisch von 90 cm sind das 45 bis 60 cm. Die Unterkante hängt 70 bis 80 cm über der Tischplatte: tief genug, dass das Licht auf dem Tisch bleibt, hoch genug für freie Sicht zum Gegenüber. Und die Abhängung gehört über die Tischmitte, nicht über die Raummitte — die beiden fallen selten zusammen, und ein Deckenauslass lässt sich versetzen.
Für lange Tafeln gibt es rechteckige Ausführungen, die der Tischform folgen statt sie zu ignorieren; vier davon stehen unter Art Deco. Wer statt einer Hängeleuchte mit Fallhöhe eine flache Bauform braucht — weil die Decke bei 2,50 Metern liegt —, findet sie unter Deckenleuchten.
Größe, Flammenzahl und Raumhöhe
Der Katalog umfasst 32 Serien dieser Bauform. Die Spannweite ist beträchtlich: von der einflammigen Ausführung für die Nische bis zum Saalluster mit 600 Flammen und 500 cm Durchmesser — das größte Stück im gesamten Katalog. Welche Größe passt, ergibt sich aus Raumhöhe, Deckenanschluss und Möblierung, nicht aus dem Katalog: Unter 2,60 Metern verliert ein Luster mit Fallhöhe seine Wirkung, ab etwa 3,50 Metern trägt der Raum mehrstufige Ausführungen. Sondermaße planen wir nach den Maßen vor Ort.
Vom Muster bis zur Montage
Von der Bemusterung über Konstruktion und Fertigung im Produktionsnetzwerk bis zur Koordination mit den Gewerken und der Montage vor Ort läuft das Projekt über eine Stelle — für Repräsentationsräume, Hotels und Privatwohnungen in Wien und international. Die verwandte, das Metall zeigende Bauform finden Sie unter Empire Stil. Bestehende Luster reinigen und restaurieren wir in der eigenen Werkstatt — siehe Kristalllüster reinigen. Beratung vereinbaren.


































